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Stand: 14.01.2003

27/02 - Gute Aussichten für den Baltikumverkehr: Das vielseitige Angebot von Scandlines zeigt positive Wirkungen

Der Ostseeverkehr Richtung Baltikum und Russland boomt wieder – eine andere Schlussfolgerung lässt die augenblickliche Situationsanalyse des Fährverkehrs in der Ostsee kaum zu. So wurden alleine im vergangenen Jahr 1001.733 (+ 19,6 Prozent) Lkw und Trailer auf den 5 baltischen Linien transportiert.

 

Die seit Anfang 2001 zu beobachtende, positive  Trendwende bedeutet für den Scandlines-Konzern eine Bestätigung der lange kaum Kosten deckenden Vorhaltung eines insgesamt fünf Linien umfassenden Portfolios im Osteuropa-Verkehr.So bietet die Scandlines Euroseabridge GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Scandlines-Konzerns, in Konferenz  mit LISCO acht wöchentliche Abfahrten von Kiel nach Klaipeda in Litauen sowie wöchentlich 3 Abfahrten ab Sassnitz/Mukarn nach Klaipea.  

Auf der Linie Rostock-Liepaja (Lettland) werden jeweils zwei Abfahrten pro Woche und Richtung angeboten.

Eine direkte Verbindung zwischen dem schwedischen Hafen Karlshamn und Liepaja besteht ebenfalls dreimal wöchentlich durch die Tochtergesellschaft Amber Lines. Als fünfte Alternative steht insbesondere dem dänischen RoRo-Verkehr die Linie Århus-Aabenraa-Klaipeda zur Verfügung, die von Scandlines Baltikum Seaways betrieben wird .

 

Kiel und Rostock im Aufwind, Sassnitz mit Perspektive

 

Die früher dominierende Rolle des Hafens Mukran/Sassnitz für den Baltikumverkehr hat sich heute insbesondere zu Gunsten Kiels verändert. So leidet der Hafen Mukran zum einen an der Abhängigkeit von der seit Jahren rückläufigen Bahnladung, zum anderen an der schwierigen Verkehrsinfrastruktur im Hinterland. Waren früher zwei Schiffe auf der Linie Sassnitz/Mukran im Einsatz bietet heute ein Schiff mit drei wöchentlichen Abfahrten die aktuell erforderliche Kapazität. Mit der Erweiterung des Rügendamms in Stralsund und dem endgültigen Anschluss der Hansestadt an die A 20 wird sich diese Situation voraussichtlich ab 2004/2005 deutlich verbessern.

 

Zweistellige Wachstumsraten durch tägliche Abfahrten verzeichnet hingegen die Linie Kiel-Klaipeda, die unter dem Namen „Kiel-Klaipeda-Express“ in Kooperation zusammen mit der litauischen Reederei LISCO betrieben wird. Mit den deutschen Schiffen MS „Petersburg“ und MS „Greifswald“ sowie den litauischen Schiffen „Kaunas“ und „Vilnius“ kommen auf dieser stark frequentierten Linie gleich vier Schiffe zum Einsatz. 

 

Klar positive Tendenzen zeigt auch die Linie Rostock-Liepaja. Mit der Verlängerung des hier eingesetzten RoPax-Schiffes „Urd“ hat Scandlines Euroseabridge auf die erhöhte Nachfrage reagiert, so dass jetzt 1500 Lademeter und Kabinenplätze für 100  Passagiere pro Abfahrt zur Verfügung stehen. Alleine in den ersten 4 Monaten dieses Jahres wurden 15,7 Prozent mehr Lkw und Trailer sowie 48 Prozent mehr Passagiere als im Vergleichszeitraum des Vorjahres transportiert.

 

Ein eindeutiges Plus verzeichnet auch die für den Linienverkehr Karlshamn (Schweden)-Liepaja eingecharterte „Kahleberg“. Das RoPax-Schiff, das aufgrund seiner Kabinenkapazität ausgezeichnete Möglichkeiten für begleitete Ladung und Passagegäste bietet, wird im Frachtbereich vor allem von Kunden aus Südschweden und der dänischen Insel Seeland sowie von den Kunden aus Litauen, Lettland und Estland genutzt. Eine sehr positive Entwicklung ist auch für den Bereich Passage/Touristik zu verzeichnen: Rund zwei Drittel der Reisenden sind Letten, ca. ein Drittel kommen aus Schweden.

 

Die weiteren Aussichten: Stabiles Klima

 

Derzeit werden rund 25 Prozent des Warenverkehrs in und aus dem Baltikum auf dem Seeweg abgewickelt. Rund drei Viertel der Ladung wird auf dem Landweg über Polen transportiert. Mittel- und langfristig werden die heutigen Transitverkehre durch Polen zunehmend aufs Wasser ausweichen. Mit dem geplanten EU-Beitritt Polens werden die Grenzkontrollen zu den baltischen Ländern aufwendiger, sind Mautgebühren zu entrichten und das Lohngefälle, das jetzt noch zwischen Polen und Deutschland besteht, wird sich auf Polen und die baltischen Länder verlagern.

Für die baltischen Länder erwarten Fachleute in den kommenden Jahren ein Wirtschaftswachstum von 5-6 Prozent, was voraussichtlich einem zweistelligen Transportzuwachs seeseitig entsprechen wird.

 

Rostock, 29.05.2002
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Presse-Kontakt
Martina Reuter
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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