Im März dieses Jahres kamen die Gesellschafter der Scandlines AG, die Deutsche Bahn AG und das Dänische Transportministerium, darin überein, die Scandlines – Gruppe als ein Unternehmen weiterzuführen. Dem Beschluss der Gesellschafter folgend, traf der Aufsichtsrat der Scandlines AG auf seiner Sitzung am 2. Juni 2003 eine Vielzahl von wichtigen Entscheidungen und stellte somit die Weichen für eine weitere erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung der Scandlines - Gruppe.
Strategische Neuordnung der Geschäftsbereiche
Der Aufsichtsrat startete einen Prozess zur Implementierung eines neuen Coroprate Governance Codex für die Gesellschaft. In diesem Zusammenhang wurde ebenfalls die Geschäftsordnung des Vorstandes den neuen Zielen des Unternehmens angepasst. Mit Wirkung zum 1. Juli 2003 wird die Verteilung der Geschäftsbereiche innerhalb der Scandlines - Gruppe neu geregelt. Die Vertriebsorganisationen Fracht und Rail sowie das Linemanagement der Schwedenverkehren (HansaFerry) und Baltische Linien werden zukünftig im Bereich des Finanzvorstandes angesiedelt. Diese neue Organisationsstruktur wiederspiegelt einerseits die geografische Verteilung der einzelnen Geschäftsbereiche, andererseits wird dadurch die strategische Ausrichtung der Scandlines - Gruppe auf die weitere Entwicklung der Fracht- dominierten Ost-West-Verkehre unterstützt.
In einem weiteren Schritt wurden nur 2 Monate nach der Entscheidung des Aufsichtsrates über den Kauf der T&E ESCO RORO Lines weitere wichtige Investitionsentscheidungen getroffen.
Produktverbesserung und Kapazitätserweiterung für die Deutschland-Dänemark-Linien
Auf der Linie Puttgarden-Rødby wird die Reederei Scandlines bis zum Sommer 2004 durch den Einbau von zusätzlichen Hängedecks in die vier Doppelendfähren sowie die weitere Optimierung der Hafenlogistik bis zu 45 Prozent mehr Kapazität für den Pkw-Reiseverkehr anbieten. Damit wird Scandlines dem weiteren Anstieg des Pkw-Reiseverkehrs Rechnung tragen und an den Spitzenabfahrten in den Sommermonaten Wartezeiten in den Häfen Puttgarden und Rødby deutlich reduzieren.
Auf der Linie Rostock-Gedser wird Scandlines durch den Einbau leistungsstärkerer Motoren in die Fährschiffe "Kronprins Frederik” und ”Prins Joachim” die Überfahrtszeit drastisch reduzieren können. Ab Sommer 2004 werden beide Schiffe in nur 100 Minuten, statt bisher 120 Minuten, im Zwei-Stunden-Takt zwischen Rostock und Gedser verkehren.
Mit den getroffenen Investitionsentscheidungen ist Scandlines auch zukünftig weiterhin in der Lage aktiv auf veränderte Marktentwicklungen, insbesondere in Zusammenhang mit der EU-Osterweiterung schnell und flexibel durch weiteren Kapazitätsausbau reagieren zu können.
Einführung eines neuen Buchungs- und Ticketing-Systems
Das neue Buchungs- und Ticketing-System wird die strategischen Hauptgeschäftsfelder von Scandlines Passage, Fracht und Eisenbahnverkehr durch eine integrierte Lösung unterstützen. Besonders hervorzuheben ist, dass dem heutigen und zukünftigen Kunden der Scandlines - Gruppe vielfältige Möglichkeiten für Information, Buchung und Zahlung im direkten Zugriff zur Verfügung stehen werden.
Die mehrere Millionen Euro umfassende Investition wird neben modernen EDI-Lösungen für die externe Kommunikation auch verbesserte Auswertungsmöglichkeiten im Rahmen eines Web-basierten Management-Informations-Systems sowie technologische Möglichkeiten für die weitere Optimierung von Abläufen, z.B. durch Revenue Management, bieten.
Rostock, 4. Juni 2003