Die 32 Schiffe der Scandlines AG und ihrer Partner verkehren heute auf 17 Linien zwischen 25 Häfen im Dreieck Deutschland, Dänemark und Schweden sowie in die baltischen Staaten und nach Finnland. Damit verfügt die in Rostock beheimatete deutsch-dänische Reederei, deren Eigentümer zu je 50 Prozent die Deutsche Bahn AG und das dänische Transportministerium sind, über eines der dichtesten Liniennetze in der Ostsee.
Im ersten Halbjahr 2003 wurden insgesamt rund 8,5 Millionen Passagiere, 1,7 Millionen Pkw, 450.000 Lkw, 43.000 Busse und 54.000 Eisenbahnwagen auf den Fährverbindungen der Reederei Scandlines befördert.
Auf den Linien des Heimathafens Rostock konnte die Scandlines AG im ersten Halbjahr diesen Jahres ein wiederum gesteigertes Transportergebnis erzielen und ist mit 655.690 beförderten Passagieren (+1,8 %), 104.018 Pkw (-0,2), 92.699 Lkw (+7,9 %) und 14.069 (+16,1 %) Schienengüterwaggons der dominierende Anbieter im Hafen.
Ab Rostock bietet Scandlines seit Juni 2003 insgesamt 4 Fährverbindungen an: drei mal täglich von Rostock nach Trelleborg (Schweden), und sogar 9 Abfahrten täglich ins dänische Gedser. Zwei mal wöchentlich nimmt das FS „Urd“ von Rostock aus Kurs auf Liepaja in Lettland.
Nach dem Erwerb der estnischen Reederei T&E ESCO RoRo Linies AS im Juni diesen Jahres bietet Scandlines seinen Frachtkunden nun auch zweimal wöchentlich eine Verbindung von Rostock nach Helsinki in Finnland an.
Die ScanRo GmbH, eine 100% Tochter der Scandlines Euroseabridge GmbH, ist einzige Vermieterin von Rolltrailern im Bereich des Rostocker Hafens. Das Unternehmen ist im Marktsegment der Verwaltung, Vermietung, Verpachtung, dem Umbau und der Reparatur von Trailern und Nutzfahrzeugen und mit der Durchführung sämtlicher hiermit im Zusammenhang stehender Geschäfte tätig.
Mit dem Firmensitz Rostock dokumentiert die Scandlines AG ihre langjährige Verbundenheit mit der Hansestadt und insbesondere dem Seehafen, denn in Rostock ist die Scandlines AG über ihre Vorgängerreedereien bereits seit der Eröffnung der Fährlinie Warnemünde-Gedser im Jahr 1903 aktiv.
Vor dem Hintergrund der EU-Osterweiterung eröffnen sich dem Seehafen Rostock auf Grund seiner hervorragenden geografischen Lage und der landseitigen Einbindung in das Europäische Straßen- und Schienennetz weitere Wachstumsperspektiven. Scandlines wird bei der weiteren strategischen Entwicklung ihres Liniennetzes in Richtung Nord- und Osteuropa dem Seehafen Rostock zunehmende Bedeutung beimessen und
auch zukünftig ihr Engagement im Rostocker Seehafen kontinuierlich ausbauen.
Anfang März 2003 wurde die Kapazitätserweiterung des Fährschiffes "Mecklenburg-Vorpommern" abgeschlossen. Durch den Umbau erhielt das Ende 1996 auf der Linie Rostock-Trelleborg in Dienst gestellte Fährschiff 25 Prozent mehr Frachtkapazität und bietet heute den Frachtkunden der Reederei eine Kapazität von 3.200 Lademeter.
Im Juni diesen Jahres erwarb die Scandlines AG die estnische T&E ESCO RoRo Line AS mit den Frachtverbindungen Rostock-Helsinki und Helsinki Muuga.
Bis zum Sommer 2004 wird Scandlines auf der Linie Rostock-Gedser durch den Einbau leistungsstärkerer Motoren in die Fährschiffe "Kronprins Frederik” und ”Prins Joachim” die Überfahrtszeit drastisch reduzieren und die Kapazität erhöhen. Beide Schiffe werden dann in nur 100 Minuten, statt bisher 120 Minuten, im Zwei-Stunden-Takt zwischen Rostock und Gedser verkehren.
Rostock, 9. August 2003