Das Schwarze Geomuseum - Erdgeschichte erleben

Bernstein und andere Zeitzeugen der Vergangenheit

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Willkommen im Schwarzen Geomuseum: Erleben Sie Millionen Jahre alte Exponate aus der Frühgeschichte unseres Planeten

Die geologische Sammlung des Schwarzen Geomuseums hat ihren Ursprung im Jahr 1989. Der Geologe Palle Gravesen legte damals mit einer professionellen Ausstellung den Grundstein für das Museum. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Versteinerungen, Mineralien und Bernsteine mit Insekten hinzu. Im Jahr 1993 schließlich waren genug Exponate vorhanden - und das Schwarze Geomuseum konnte seine Pforten öffnen. Seit dem Jahr 2007 wird der gesamte Betrieb von Freiwilligen organisiert, wie etwa lokalen Amateurgeologen. Die Sammlung wurde um spektakuläre Mineralien erweitert, zu den Highlights zählt der Granat „Nordstern”. Durch Mittel aus dem Gemeindeplanpool der Guldborgsund Gemeinde wurde das Museum im Jahr 2010 noch einmal um diverse Ausstellungsobjekte erweitert, die sehr anschaulich die Evolution des Tierlebens während der Erdgeschichte darstellen.

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Millionen Jahre alter Bernstein voller Geheimnisse

Bernstein wird auch als das Gold der Ostsee bezeichnet. In der Kreidezeit herrschte dort, wo sich heute Dänemark befindet, ein äußerst warmes Klima. Aber im gesamten tertiären Zeitalter danach wurde es auf der Erde immer kälter und kälter - und vor rund 2,6 Millionen Jahren wurde es dann w i r k l i c h sehr kalt. Große Gletscher erhoben sich auf der Nordhalbkugel, gigantische Eisberge erstreckten sich von den skandinavischen Bergen hinunter bis hin zum heutigen Dänemark. Als die letzten Überreste des Eises vor etwa 16.000 Jahren schließlich geschmolzen waren, kamen an den Stränden der Ostsee plötzlich ganz neue Schätze zum Vorschein. Noch heute freuen wir uns darüber, wenn wir an den Stränden Dänemarks Bernstein, Fossilien oder Muscheln aus einer Zeit vor unserer Zeit finden können.

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Wie kam das Gold der Ostsee nach Dänemark?

Bernstein ist ein fossiles Harz, das auf der ganzen Welt vorkommt und aus den unterschiedlichsten Epochen unseres Planeten stammt. Die Bernsteinvorkommnisse an der Küste Dänemarks gehören zum sogenannten baltischen Bernstein. Es stammt von Nadelbäumen, die heute längst ausgestorben sind. Diese Nadelwälder waren typisch für das Zeitalter des Eozän - eine Epoche der Erde, die mehr als 40 Millionen Jahre zurückliegt. In der späten Quartärzeit haben große Mengen an Schmelzwasser den Bernstein an zahlreichen abgestorbenen Baumstümpfen, die im Laufe der Zeit zu Holzkohle wurden, in westlicher Richtung mit sich geführt. Die riesigen Gletscher spalteten immer wieder Kleinstpartikel von den Bernsteinvorkommen ab. Bis schließlich das Meer die verschiedensten Bernsteine aus dem Ostseegrund heraus wusch und an die Küsten anschwemmte.

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Vor 600 Millionen Jahren machte das Leben einen Entwicklungssprung

Das Leben auf der Erde entstand vor Milliarden von Jahren im Ozean, meist handelte es sich dabei um primitive Lebensformen wie Algen. Aber vor etwas mehr als 600 Millionen Jahren änderte sich das Leben in recht kurzer Zeit - geologisch betrachtet - auf rasante Weise. Plötzlich bevölkerten viele verschiedene und fortgeschrittenere Arten die Urmeere. Das Museum zeigt die Entwicklung des Lebens von den primitivsten Spuren von Würmern bis hin zu spezialisierten und angepassten Lebensstilen im Laufe der Jahrhunderte. Die ersten Kopffüßer, die Vorläufer der heutigen Tintenfische, bevölkerten in den frühen Tagen der Erde die Ozeane. In den Korallenriffen, wo sich heute Øland befindet, gab es ganz verschiedene Arten von Tintenfischen - mit etwas Glück findet man noch heute an dänischen Stränden versteinerte Überreste.

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Wie kommt das Schwarze Geomuseum eigentlich zu seinem Namen?

Geologisch betrachtet ist die Region Südfalster ein sehr spannender Ort. Denn die Moränenlandschaften entstanden am Ende der letzten Eiszeit - kein Wunder also, dass noch heute an Falsters Stränden die verschiedensten Zeugnisse aus jener Zeit gefunden werden können, in der sich das Leben gerade auf der Erde etablierte. Übrigens gibt es einen ganz bestimmten Grund für den Namen des Schwarzen Geomuseum: Ob Wand, Decke oder Fußboden, die gesamte Inneneinrichtung des Museums ist komplett in schwarz gehalten. So kommen die Exponate in den beleuchteten Vitrinen ebenso gut zur Geltung wie die eindrucksvollen illuminierten Wandmalereien, die verschiedene Zeitalter der Meere illustrieren.

Det sorte Geomuseum
Skolegade 2B
4874 Gedser