Left navigation


1997: Von Staats- zu Privateigentum und vier neue Fähren

Scandlines Deutschland GmbH (ehemals DFO) wurde 1993 als Privatgesellschaft gegründet, als die Eisenbahngesellschaften im früheren Ost- und Westdeutschland (Deutsche Reichsbahn und Deutsche Bundesbahn) ihre Reedereien zu einer einzelnen fusionierten.

Auch in Dänemark war die Reederei bis in die 1990er Jahre ein staatlicher Betrieb. Aber mit Aussicht auf die Eröffnung der Brücke über den Großen Belt zwischen Seeland und Fünen 1997 verschwand das strategische Interesse des dänischen Staats am Fährbetrieb. Deshalb wurde die Fährgesellschaft 1995 von der dänischen Eisenbahngesellschaft DSB ausgegliedert und als DSB Rederi A/S mit dem dänischen Verkehrsministerium als Alleinaktionär neu gegründet.

1997 wurde die DSB Rederi A/S in Scandlines Danmark A/S umbenannt. 
 

Das Jahr 1997 war auch in anderer Hinsicht ein Meilenstein: Die deutsche und die dänische Seite beschlossen gemeinsam, vier neue Schiffe zu bauen und in Dienst zu stellen. Die Wahl fiel auf Doppelend- und Doppelstockfähren, die später durch Hängedecks erweitert wurden, um die Kapazitäten und die Effizienz der Überfahrt zu erhöhen.

Zeitgleich fanden in den Häfen von Puttgarden und Rødby Umbauarbeiten statt – insgesamt beliefen sich die Investitionen in die Modernisierungsarbeiten an Land und zu Wasser auf mehr als 270 Millionen Euro. Die Reederei trat damit den Wettbewerb gegen die Brücke über den Großen Belt an, die 1997 eröffnet wurde.

Aus Deutschland wurden die „Schleswig-Holstein“ und die „Deutschland" geliefert; von dänischer Seite die zwei Fähren „Prins Richard“ und „Prinsesse Benedikte“. Dieser Schritt war eine natürliche Weiterentwicklung der langjährigen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern und machte die gute Partnerschaft deutlich, die im Laufe der Jahre unter dem Namen Scandlines entstanden war.

Doppelendfähren sind in der Lage, vor- und rückwärts zu fahren und sparen dadurch Energie und Zeit, da das Wendemanöver außerhalb des Hafens entfällt. Somit beträgt die Überfahrtszeit 45 Minuten und die Zeit für Be- und Entladung im Hafen lediglich 15 Minuten.
Im Halbstundentakt und zu festen Zeiten können die vier Fähren ebenso viel transportieren wie zuvor die sieben alten Fähren.

Mit den neuen Fähren führte Scandlines auf der Strecke Puttgarden-Rødby das Konzept der Verkehrsmaschine ein:
Eine kurze Fährverbindung mit hoher Frequenz und Kapazität für einen effizienten und zuverlässigen Transportservice für Passagiere und Frachtkunden.

Die vier Fähren verkehren immer noch auf der Vogelfluglinie; heute jedoch mit umweltfreundlicherem Hybridantrieb.

 

Zuruck_Btn   Weiter_Btn