Wer ein nachhaltiges, emissionsfreies und gesundheitsförderndes Verkehrsmittel sucht, stößt schnell auf die klassische Art der Fortbewegung per Fahrrad. Doch während in Deutschland zuletzt nur knapp 10 Prozent der Berufstätigen mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, radelt in Dänemark über die Hälfte zwischen Heim und Job. Die dänische Hauptstadt gilt daher international als Vorbild für fahrradfreundliche Städte und wurde mehrfach für ihre Bemühungen, das Radeln in der Innenstadt zu erleichtern, ausgezeichnet.

Hinter dieser Fahrradfreundlichkeit steckt eine konsequente Verkehrspolitik und Stadtplanung: 2007 und 2008 verabschiedete die Stadtverwaltung das Vorhaben Miljømetropolen (dt. „Umweltmetropole“) und Metropol for Mennesker (dt. „Metropole für Menschen“). Der Plan sieht vor, den CO²-Ausstoß zu reduzieren, Luftverschmutzung und Lärmbelästigung zu senken, den städtischen Raum lebenswerter zu gestalten sowie die fahrradfreundlichste Stadt der Welt bis 2025 zu werden – ein einzigartiges Konzept zur Nachhaltigkeit in der Großstadt. Zur Verbesserung der Fahrradinfrastruktur investieren die Behörden jährlich finanzielle Mittel in Millionenhöhe. Das über 1.000 Kilometer lange Netz an komfortablen, extra angelegten Radwegen wird stets gewartet und gepflegt, was Kopenhagen attraktiv für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer jeden Alters macht.

Sicherheit und Service für Fahrradfahrer

Die Strecken bieten mit einer Breite von über 1,70 Metern genug Platz. Außerdem sind die Fahrradwege durch Bordsteine von Straßen abgetrennt - die Unfallgefahr und Sorge beim Radeln mit Kindern verringern sich dadurch erheblich. Diese Breite erlaubt es Einwohnern auch schwere und große Dinge einfach per Lastenrad zu transportieren. Direkte Wege mit möglichst geringen Höhenunterschieden und glatten, leicht zu befahrenden Straßenoberflächen erleichtern die Fahrt zusätzlich. Außerdem praktisch: An den Ampeln gibt es Geländer und Fußstützen um das Anfahren zu erleichtern, am Wegrand geneigte Mülleimer in die man radelnd Abfall wirft und an einigen Strecken Fahrradpumpstationen – ein platter Reifen ist so kein Hindernis mehr.

Wer noch kein Rad hat oder nur im Urlaub in Kopenhagen vorbeischaut, der kann sich an einer der unzähligen Verleihstationen für kurze Dauer normale Fahrräder, E-Bikes oder sogar besagte Lastenräder ausleihen.

Ausflugsziele für Groß und Klein

Für eine Radtour mit der ganzen Familie bietet sich bspw. der Tierpark Jægersborg Dyrehave mit 2.000 Hirschen nur 13 Kilometer nördlich von Kopenhagen für einen Tagesausflug an. Wer statt Waldgebiet eher Strandatmosphäre sucht, fährt tagsüber an den beliebten Bellevue Strand in Klampenborg, ebenfalls etwa 13 Kilometer von Kopenhagen entfernt – oder in den nur sechs Kilometer entfernten Amager Strandpark mit echten Dünen und Lagunen.

Und wenn der Rückweg nach einer Fahrradtour an den Strand oder ins Grüne dann doch lieber per ÖPNV angetreten wird, dürfen Räder in der S-Bahn kostenfrei mitgenommen werden; in Bahn, Bus uns Metro fällt ein günstiges Fahrradticket an. Gut zu wissen: Sogar Taxen transportieren Fahrräder gegen Aufpreis auf Heckträgern.

Nachhaltig und individuell anreisen

Wer individuell und nachhaltig nach Kopenhagen oder weiteren Orte in Skandinavien reisen möchte, gerne auch mit dem eignen Fahrrad, kann dies schon bei der Anfahrt aus Deutschland mit dem deutsch-dänischen Fährunternehmen Scandlines tun. Umweltschonend pendeln die Fähren ab Rostock oder Puttgarden in regelmäßiger Taktung nach Gedser und Rødby. Auch die Reederei nimmt den Klima- und Umweltschutz ernst. Scandlines erklärtes Ziel ist es daher, in wenigen Jahren vollkommen emissionsfrei zu fahren. Die nachweisliche Minimierung von CO2-Ausstoß gelingt schon jetzt, u.a. durch den Einsatz von Hybridfähren und eines Rotorsegels auf dem Fährschiff. Investiert wird zudem in Innovationen und Service für Endverbraucher wie den Ladestationen für Elektroautos der Passagiere.

Umweltschonend pendeln die Fähren ab Rostock oder Puttgarden in regelmäßiger Taktung nach Gedser und Rødby.