Nachhaltigkeit muss nicht öde sein – das beweisen die folgenden Unterkünfte in Schweden und Dänemark. Dass Holz als nachwachsender Rohstoff ein besonders geschätztes Baumaterial abgibt, steht schon lange fest – aber auch Glas oder Eis eignen sich aufgrund ihrer wandelbaren Form für außergewöhnliche Übernachtungsgelegenheiten.

Auf und in Bäumen wohnen

Gemütlich Urlaub machen kann man nun in den kuschligen Holzhäuschen mit begrünten Dächern von Urnatur. Von der samischen Kultur im Norden Skandinaviens inspiriert, verfügen die heimeligen Hütten Dächer aus Torf, die im Sommer mit Walderdbeeren bedeckt sind. In der „Mooshütte“ ist sogar das Innere der Wände bemoost. Völlig im Einklang mit der Natur lebt man, entweder einzeln oder mit Familie und Freunden, auch in den Baumhäusern, die ebenfalls gänzlich aus Holz bestehen. Gleichzeitig wird nicht an Eleganz und Komfort in den individuell geplanten Häuschen gespart: Auf die Veranda des romantischen „Luftschlosses“ für zwei führt bspw. eine Wendeltreppe, die aus der Kiefer herauswächst. Oben angekommen erwarten einen ein breites Doppelbett und ein herrlicher Ausblick über Wald und Wiesen. Mehr unter: https://urnatur.se/en/

Auch in Dänemark lässt es sich in einer Unterkunft aus Holz ganz hervorragend und naturnah aushalten: Die Häuschen nach Lumo Design bieten ein ganz besonderes Erlebnis in der Natur Dänemarks. Die Hütten sind an unterschiedlichen Orten zu finden, wie zum Beispiel im Wald neben dem See Store Okssø, am Strand in Rørvig Sogn oder für ganz abenteuerlustige Reisende sogar mitten auf dem Wasser in Roskilde Fjord. Einige Holzhütten sind außerdem mit spannenden Extras und pädagogisch wertvoller Ausrüstung ausgestattet, mithilfe derer man die natürliche Umgebung besser kennenlernen kann: Darunter befindet sich bspw. ein Kit für experimentierfreudige Forscherinnen und Forscher, mit dem man Nachtfalter anlocken kann. http://bookenshelter.dk/

In Norrqvarn in Schweden übernachtet man nicht in Baumhäusern, sondern in Baumstümpfen und Pilzhütten. Wie richtige Trolle finden Groß und Klein Platz in einzigartigen Unterkünften des Künstlers Sören Niklasson. Gemeinschaftliche Bäder befinden sich in Extra-Pilzen und auch auf Bequemlichkeiten wie ein Restaurant, eine Bar, TV und kostenloses WLAN muss man als Troll in Norrqvarn nicht verzichten. Weiter Infos unter: https://www.norrqvarn.se/

Besondere Lichtverhältnisse: Glashaus & Eishotel in Schweden

Wer sich dem Wald nahe fühlen möchte, ohne auf sichere Außenwände zu verzichten, für den ist die 72 Hour Cabin in Westschweden die richtige Übernachtungsgelegenheit: Moderne Glashütten am Rande eines Sees, inmitten der idyllischen, schwedischen Natur gelegen. Egal ob Sommer oder Winter, ein Aufenthalt soll sogar die Stresswerte der Urlauber nachweislich senken und ihr Wohlbefinden verbessern, so versprechen es zumindest die Betreiber. https://www.vastsverige.com/de/unterkunfte/72-hour-cabin/.

Das Icehotel Winter bietet sich hingegen nur für kälteunempfindliche Reisende an: Es wird jedes Jahr neu komplett aus Eis und Schnee erbaut! Zwischen Dezember und April können Gäste in den fünfzehn Standard-Eiszimmern oder luxuriöser in zwölf einzigartig gestaltete und handgeschnitzte Kunstsuiten übernachten. Fünf Monate lang können die eisgekühlte Atmosphäre und künstlerischen Eisskulpturen im Icehotel Winter erleben, bevor es im Frühjahr schmilzt und dem benachbarten Fluss Torne zurückgegeben wird. Details unter: https://www.icehotel.com/icehotel-original 

Nachhaltig und individuell anreisen

Wer individuell und nachhaltig nach Skandinavien reisen möchte, kann dies schon bei der Anfahrt aus Deutschland mit dem deutsch-dänischen Fährunternehmen Scandlines tun. Umweltschonend pendelt die Hybridfähren-Flotte ab Rostock oder Puttgarden in regelmäßiger Taktung nach Gedser und Rødby. Auch die Reederei nimmt den Klima- und Umweltschutz ernst. Durch die Umstellung von Diesel- auf die Hybridantriebe wurden die CO²-Emissionen auf der Linie Puttgarden-Rodby um etwa 15.000 Tonnen jährlich gesenkt. Das Rotorsegel auf der „Copenhagen“, die zwischen Rostock und Gedser verkehrt, spart zusätzlich mindestens vier Prozent der Emissionen. Zusätzlich wurden geräuscharme Thruster installiert, die geringeren Unterwasserlärm erzeugen um die Unterwassertierwelt zu schonen.

Für eine nachhaltige Zukunft setzt Scandlines auf viele weitere große und kleine Projekte in Richtung Umwelt- und Klimaschutz: Die Reederei unterstützt die Nachhaltigkeitsziele der UN und arbeitet eng mit dem NABU e.V. zusammen. Aktuellstes Beispiel ist der kürzlich veröffentlichte Nachhaltigkeitsbericht. So wurde gemeinsam das Hafengelände Puttgarden zu einem „Grünen Hafen“ transformiert, um die Artenvielfalt auf dem Gelände zu fördern. In Kooperation mit E.ON stellt Scandlines vorerst kostenfreie Ladestationen für Elektroautos am BorderShop in Puttgarden und in Rostock zur Verfügung – so ist es noch einfacher, umweltschonend nach Skandinavien und retour zu fahren.